Legen Eltern Geld auf den Namen ihres Kindes an, dürfen sie nicht mehr eigenmächtig darüber verfügen. Das entschied das Oberlandesgericht in Saarbrücken im Fall einer minderjährigen Tochter, deren Vater unter ihrem Namen drei Monate lang Geld auf einem Bausparkonto angelegt hatte. Damit wollte er ihre Steuerfreibeträge für Zinsen ausschöpfen und von ihm selbst angespartes Geld ohne Steuerabzug anlegen. Verschenken wollte er das Geld nicht, argumentierte der Vater. Trotzdem sprach das Gericht der Tochter fast 52 000 Euro zu (Az. 4 U 8/07 – 2).

Dieser Artikel ist hilfreich. 415 Nutzer finden das hilfreich.