Die Stadtsparkasse München muss einer Kundin Schadenersatz zahlen. Die Frau hatte auf Anraten der Sparkasse eine Immobilie als Geldanlage gekauft, größtenteils auf Kredit. Weil die Mieten sanken, wurde es ein Verlustgeschäft. Der Berater hatte versprochen, die Anlage sei risikofrei, da sie sich durch Mieteinnahmen und Steuerersparnis selbst trage. Er hatte jedoch nicht gesagt, dass das Geldinstitut gleichzeitig auch der Bauträger war. Über diese Interessenkollision hätte die Kundin aufgeklärt werden müssen, entschieden die Richter. Denn sie hätte die Beratung des Sparkassen-Mitarbeiters dann wesentlich kritischer bewertet (Landgericht München, Az. 28 O 17577/01).

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