Wenn sich zwei Parteien darüber streiten, wie ein Verkehrsunfall zustande gekommen ist, ist die Aussage eines Beifahrers nicht von vornherein unglaubhaft. In Gerichtsprozessen werden Zeugenaussagen von Beifahrern immer wieder für generell unglaubwürdig gehalten, weil man eine Gefälligkeit zugunsten des Fahrers vermutet. Diese Praxis ist unzulässig. Es muss immer konkret festgestellt werden, warum man einem Zeugen nicht glaubt (Oberlandesgericht München, Az. 10 U 2787/05).

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