Widerruft ein Bankkunde Geldüberweisungen, weil er meint, dass er mit seiner Kreditkarte gar keine Veranlassung dazu gegeben hat, muss die Bank das Geld erstatten. Nur wenn sie beweist, dass der Kunde die Abbuchung tatsächlich zu verantworten hat, muss sie nicht zahlen. Das hat das Amtsgericht München im Fall einer Mastercard-Kundin entschieden, die mehrmals unberechtigte Abbuchungen gerügt hatte.

Die ersten Schäden hatte die Bank anstandslos beglichen. Doch dann weigerte sie sich, das Geld zu ersetzen. Die Kundin habe die Abbuchung selbst veranlasst oder Dritten die Möglichkeit verschafft, die Karte zu nutzen. Da die Bank das aber nicht beweisen konnte, musste sie zahlen (Az. 242 C 28708/08).

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