Eine Bank, die sich verpflichtet, anlegerrelevante Wertpapierinformationen an ihre Kunden weiterzuleiten, haftet, wenn sie dies nicht oder nur unvollständig tut. Im betreffenden Fall hatte ­eine Bank ihrem Kunden ­mitgeteilt, dass ein Unternehmen, von dem der Kunde Aktien in seinem Bankdepot hatte, von einer anderen ­Firma übernommen werden sollte. Vom finanziell lukrativen Übernahmeangebot erfuhr der Kunde, von der Frist zur Annahme des Angebots nicht. Der Aktionär nahm das Angebot zu spät an. Die Bank haftet für den entgangenen Gewinn (Bundesgerichtshof, Az. XI ZR 137/03).

Dieser Artikel ist hilfreich. 31 Nutzer finden das hilfreich.