Die Südwestbank AG in Stuttgart muss einer 79-jährigen Kundin 190 000 Euro Schadenersatz für verlorenes Kapital zahlen und zusätzlich 50 000 Euro Zinsen, urteilte das Oberlandesgericht Stuttgart (Az. 9 U 171/03, nicht rechtskräftig).

Die Frau hatte auf Betreiben eines Beraters Anlagegeschäfte mit der Bank gemacht und dabei viel Geld verloren. Von den Provisionen, die die Südwestbank für diese Geschäfte erhielt, hatte sie einen Teil an den Berater zurückgezahlt.

„Schmiergeld“ nannte das der Anlegeranwalt der Kanzlei Tilp aus Kirchentellinsfurt. Weil die Bank diese „Kick-Back-Zahlungen“ verschwieg, muss sie den Schaden bezahlen, urteilte das Gericht.

  • Die Südwestbank steht wegen dieser Provisionszahlungen auf der Warnliste.

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