Unterhaltungselektronik-Verkäufer müs­sen in ihrer Werbung Auslaufmodelle ausdrücklich als solche bezeichnen, urteilte das OLG Koblenz (Az. 127 E2 – 162/02). Sie sind auch verpflichtet, darauf hinzuweisen, dass es sich bei der Preisempfehlung um die alte Preisempfehlung des Herstellers handelt. Andernfalls liegt ein Wettbewerbsverstoß vor.

Ein Einzelhändler hatte für einen DVD-Spieler zum Preis von 499 Mark geworben. Die Werbung enthielt den Zusatz „Unverbindliche Preisempfehlung des Herstellers 699 DM, Sie sparen 200 DM“. Das Gerät wurde aber zu diesem Zeitpunkt nicht mehr in der Preisliste des Herstellers geführt und es war bereits ein Nachfolgemodell auf dem Markt.

Dieser Artikel ist hilfreich. 65 Nutzer finden das hilfreich.