Der Verkäufer eines Gebäudes muss ­darauf hinweisen, wenn in der Fassade Asbest verbaut wurde und ihm das bekannt ist. Dabei spielt es keine Rolle, ob Asbest beim Bau des Hauses noch als unbedenklicher Baustoff galt (Bundesgerichtshof, Az. V ZR 30/08). Schweigt der Verkäufer, dann schuldet er dem Käufer Schadenersatz, wenn die ernsthafte Gefahr besteht, dass die gesundheitsgefährdenden Stoffe bei üblicher Nutzung, Umgestaltung oder Renovierung des Hauses austreten.

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