Kunst­werke an Schiffen dürfen fotografiert und ins Internet gestellt werden, wenn sich diese länger auf See, auf Flüssen, im Hafen oder an der Küste aufhalten. Das hat der Bundes­gerichts­hof (Az. I ZR 247/15) im Fall des künst­lerischen Motivs „Aida Kuss­mund“ entschieden. Es ist auf Schiffen des Kreuz­fahrt­unter­nehmens abge­bildet.

Die Firma hatte einen Anbieter von Land­ausflügen verklagt. Auf seiner Internetseite war das Foto eines Schiffes mit dem Aida Kuss­mund zu sehen. Das Kreuz­fahrt­unternehmen sah sein Recht an dem Motiv, das ein Künstler geschaffen hat, verletzt. Klage und Berufung blieben ohne Erfolg. Der Bundes­gerichts­hof wies die Revision zurück. Aus seiner Sicht ist das Motiv bleibend an öffent­lichen Orten zu sehen, auch wenn diese wechseln. Somit gilt die sogenannte Panorama­freiheit, beschrieben im Urheber­rechts­gesetz. Das Foto durfte also ins Internet gestellt werden.

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