Die geplante Novelle des Urheberrechts, die 2007 in Kraft treten soll, gesteht Verbrauchern zwar grundsätzlich das Recht zu, eine private Kopie zu ziehen. In der Praxis nutzt das allerdings kaum: Die Novelle bekräftigt das schon heute bestehende Verbot, den Kopierschutz zu knacken. Von einer kopiergeschützten CD oder DVD darf der Besitzer auf keinen Fall eine Kopie ziehen, auch nicht für den Hausgebrauch oder zum Beispiel als Zweitexemplar für die Auto-Stereoanlage.

Strafbar macht sich auch, wer eine Vorlage kopiert, die offensichtlich rechtswidrig ist. Das gilt beispielsweise fürs Down­loaden von Internet-Tausch­börsen. Um diese Börsen trockenzulegen, sieht die Gesetzesnovelle vor, dass zum Beispiel Musik- oder Filmindustrie direkt bei den Internetprovidern die Identität von Tauschbörsenbesuchern abfragen können. Bisher kann das nur die Polizei, wenn zuvor Anzeige erstattet wurde.

Wichtig: Auch wenn Kopien erlaubt sind, etwa bei CDs oder DVDs ohne Kopierschutz, dürfen sie nur für den eigenen privaten Gebrauch gezogen werden. Jedes Verkaufen ist verboten. Und Verschenken ist allenfalls im engen Verwandten- und Freundeskreis erlaubt.

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