Unwetterschäden Meldung

Simbach am Inn (Bayern) im Juni 2016: Aufräum­arbeiten nach der Hoch­wasser­katastrophe.

Starkregen, Hagel, Sturm und heftige Über­schwemmungen: der diesjäh­rige Frühsommer hatte es in sich. Das Finanz­ministerium berück­sichtigt die außergewöhnlichen Belastungen und verspricht Betroffenen und Helfern der Unwetter im Frühsommer Steuer­erleichterungen.

Ausnahme­regelung

Das Bundes­finanz­ministerium (BMF) hat bereits Ende Juni die Finanz­verwaltung angewiesen, für Unwetter­opfer und Helfer eine Reihe von steuerlichen Ausnahmen zu machen. Erleichterungen gibt es für alle Hilfs­leistungen zwischen dem 29. Mai und 31. Dezember 2016.

Außergewöhnliche Belastung

Ausgaben für Reparaturen am Haus, Kleidung und Hausrat zählen als außergewöhnliche Belastungen, auch wenn Betroffene keine Versicherung für Hoch­wasser­schäden haben. Normaler­weise verlangt das Finanz­amt eine Versicherung und nur Rest­kosten zählen.

Spenden

Für Spenden an Unwetter­opfer oder Hilfs­organisationen, die sich um die Opfer kümmern, benötigen Spender ausnahms­weise keine Spenden­bescheinigung nach amtlichem Muster, auch wenn die Spende mehr als 200 Euro beträgt. Es reichen ein Konto­auszug oder ein Bareinzahlungs­beleg wie sonst nur bei Kleinspenden üblich.

Steuerfreies Darlehen

Unterstützen Arbeit­geber ihre vom Unwetter geschädigten Mitarbeiter, bleiben bis zu 600 Euro im Jahr auf jeden Fall steuerfrei. Aber auch höhere Beträge gehören nicht zum steuer­pflichtigen Lohn, wenn sich der Arbeitnehmer durch die Unwetterschäden in einer Notsituation befindet, wovon laut BMF in diesem Fall auszugehen ist. Steuerfrei bleiben auch Darlehen, die der Arbeit­geber gewährt, wenn diese die Schadenhöhe nicht über­steigen.

Arbeits­lohn

Verzichtet der Arbeitnehmer auf einen Teil seines Lohns, bleibt dieser unter bestimmten Voraus­setzungen steuerfrei, etwa wenn er sich damit an einer Spende des Arbeit­gebers oder an einer Hilfe für einen anderen Mitarbeiter beteiligt.

Tipp: Welche Versicherung für welche Unwett­erfolgen aufkommt, erklärt unsere Meldung Sturmschäden.

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