Möchte ein Mieter seine Wohnung unter­vermieten, muss er vorher den Vermieter um Erlaubnis fragen und ein berechtigtes Interesse nach­weisen. Das liegt nicht mehr vor, wenn sich Mieter schon länger eine neue feste Wohnung gesucht haben, so das Land­gericht Berlin (Az. 65 S 433/16).

Der Fall: Zwei Mieter hatten seit 1999 unter­vermietet. Die Zustimmung zur Unter­vermietung der ganzen Wohnung war unbe­fristet. Die Möglich­keit zum Widerruf war nicht vereinbart.

Nach einem Eigentümer­wechsel entzog der neue Vermieter den Mietern die Erlaubnis zur Unter­vermietung mit der Begründung, ihr Lebens­mittel­punkt liege nicht mehr in der Wohnung. Ein Mieter war dauer­haft in die Schweiz gezogen. Der andere lebte mit seiner Familie in einer anderen Wohnung. Bei beiden sei kein Wille erkenn­bar, in die Wohnung zurück­zukehren, so das Gericht. Der Vermieter darf die Unter­vermietung beenden.

Tipp: Antworten auf die zehn häufigsten Fragen rund ums Thema Miet­vertrag finden Sie in unseren FAQ Mietrecht.

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