Wer seine Wohnung untervermieten möchte, muss einen konkreten Untermieter vorschlagen. Die pauschale Bitte, untervermieten zu dürfen, kann der Vermieter ablehnen. Der Mieter darf deshalb auch nicht außerordentlich kündigen, urteilte das Landgericht Mönchengladbach (Az: 2 S 154/98).

Nachdem ein Mieter für sich eine Eigentumswohnung erworben hatte, bat er seinen Vermieter darum, die alte Wohnung untervermieten zu dürfen. Der Vermieter lehnte das ab, woraufhin der Mieter deshalb kündigte. Das Landgericht erklärte die Kündigung jedoch für unwirksam und verurteilte den Mieter dazu, für weitere fünfeinhalb Monate Miete zu zahlen.

Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass eine Kündigung wegen verweigerter Untervermietung nur dann möglich sei, wenn der zukünftige Untermieter dem Vermieter zumindest vorgestellt wurde und dieser daraufhin seine Zustimmung willkürlich verweigert habe.

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