Unterstüt­zung im Pfle­geall­tag Special

Mal durch­atmen und sich anderen Sachen als der Pflege des Angehörigen widmen: Entlastung zumindest für einige Stunden in der Woche – dafür zahlt die gesetzliche Pflege­versicherung bis zu 208 Euro im Monat. Finanztest erklärt, wer Anspruch auf die zusätzlichen Betreuungs- und Entlastungs­leistungen hat, und welche Betreuungs­angebote es für betroffene Familien gibt.

Der Einstieg in den Finanztest-Artikel

Welche Sehens­würdig­keiten würden Sie einem Touristen empfehlen, der Ihre Stadt besucht?“ „Schloss Sans­souci“, kommt es gleich von mehreren Seiten. Donners­tag bei der Volks­solidarität in Potsdam: Zwölf Menschen mit Demenz sind hier regel­mäßig in einer Betreuungs­gruppe für drei Stunden am Vormittag zu Gast.

Mit dabei sind drei ehren­amtliche Helfe­rinnen und Gruppen­leiterin Monika Metzner: „Für jedes Treffen gibt es ein neues Thema, das Freude bringen und Erinnerungen wachrufen soll. Mal sprechen wir über Haus­halts­geräte, mal über Ostern oder eben über den Urlaub.“

Fotos, Post­karten, Gedichte und Lieder helfen den Gästen, sich an Vertrautes zu erinnern. Trainiert wird damit die nach­lassende Denk­fähig­keit. Denn alle sollen möglichst lange zu Hause wohnen und über ihr Leben selbst bestimmen können. Mit einer Demenz wird das immer schwieriger, denn Verhalten und Verständnis für andere Menschen verändern sich.

Auch die Angehörigen, die sich um den Demenz­kranken kümmern, leiden. Denn die Krankheit fordert Zeit und Nerven. Als Folge ziehen sich die Familien­mitglieder oft zurück und haben kaum noch Kontakt zur Außen­welt. Der Preis ist hoch: Denn so bauen Demenz­kranke körperlich und geistig noch schneller ab, pflegende Angehörige stoßen an ihre Grenzen und erkranken häufig selbst. Sie können dann nicht mehr pflegen. Derart belastet sind nicht nur Demenz­familien. Auch die Pflege von körperlich einge­schränkten Menschen ist aufreibend und führt nicht selten zur Vereinsamung.

Eine Leistung der gesetzlichen Pflege­versicherung soll Familien helfen, in Kontakt mit anderen Menschen zu bleiben, und pflegende Angehörige zumindest stunden­weise entlasten. (...)“

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