Weniger als die Hälfte der Unternehmen konnte nach einer Fusion ihren Umsatz im Vergleich zur Branche steigern. Weniger als ein Viertel der börsennotierten Firmen verzeichnete nach dem Zusammenschluss mit einem anderen Unternehmen eine bessere Kursentwicklung der eigenen Aktie. Zu diesem ernüchternden Ergebnis kamen Stephan A. Jansen vom Institute for Mergers & Acquisitions an der Universität Witten/Herdecke und Klaus Körner von der Unternehmensberatung Mercuri International bei einer Untersuchung von 103 Unternehmensfusionen aus den Jahren 1994 bis 1998.

Kostensparen stand als wichtigstes Ziel der meisten Unternehmensfusionen im Mittelpunkt. Nur für 16 Prozent der Firmen waren Wachstumssynergien das Hauptmotiv, die Erhöhung der Innovationskraft nur für 4 Prozent.

Zusammenschlüsse mit einem internationalen Partner, so die Studie, wirkten sich auf die Entwicklung des Börsenkurses deutlich besser aus als nationale Fusionen. Während bei internationalen Zusammenschlüssen kein Unternehmen eine negative Entwicklung des Börsenkurses hinnehmen musste, gingen bei 43 Prozent der nationalen Unternehmenshochzeiten die Aktienkurse zurück.

Die gesamte Auswertung kann unter der Rufnummer 0 23 02/92 67 42 oder unter www.uni-wh.de/de/wiwi/index/htm bezogen werden.

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