Checkliste: So prüfen Sie das Angebot

Finanzberater bieten atypisch stille Beteiligungen als Altersvorsorge, Sachwertanlage oder zur Absicherung der Kinder an. Doch Beteiligungen an Unternehmen sind alles andere als sicher. Prüfen Sie das Angebot genau!

  • Risiko. Denken Sie daran, dass Sie als Mitunternehmer nicht nur an Gewinnen der Gesellschaft beteiligt sind, sondern auch Verluste mit tragen müssen. Studieren Sie im Prospekt die Hinweise zu „Chancen und Risiken“.
  • Laufzeit. Fragen Sie sich, ob eine Anlage mit sehr langer Laufzeit das Richtige für Sie ist. Bedenken Sie , dass es vor Vertragsende kein Recht auf ordentliche Kündigung gibt. Wenn Sie dennoch vor Vertragsende aussteigen wollen, müssen Sie eine hohe Abgangsentschädigung zahlen.
  • Angebot. Informieren Sie sich selbst über Firma und Angebot. Verlassen Sie sich nie nur auf die Informationen des Beraters.
  • Firma. Stellen Sie fest, wie lange die Firma schon existiert. Lassen Sie sich Verflechtungen mit anderen Firmen erklären. Fragen Sie, in was die Firma investiert. Stellen Sie fest, wo das ist, und fragen Sie dort nach.
  • Geschäftssitz. Bedenken Sie, dass es bei Gesellschaften mit Geschäftssitz im Ausland häufig sehr kompliziert ist, rechtliche Ansprüche durchzusetzen.
  • Zusagen. Lassen Sie sich wichtige Zusagen (Gewinn-, Zins-, Renditeversprechen, Garantien) schriftlich geben. So geraten Sie im Streitfall nicht in Beweisnot.
  • Kosten. Fragen Sie nach den Kosten für Ihre Beteiligung und lassen Sie sich diese schriftlich geben. Liegen sie über 10 Prozent der Zeichnungssumme oder wird das Konto mit sämtlichen Kosten vorweg belastet, lohnt sich die Anlage meist nicht.
  • Rendite. Vorsicht beiRenditeversprechen. Sie kann es nicht geben, da Anleger bei stillen Gesellschaften am Gewinn und Verlust der Gesellschaft beteiligt sind. Prüfen Sie auch, ob Renditeprognosen rein rechnerisch stimmen. Wurden Vertriebs- und Verwaltungskosten nicht mit eingerechnet, ist die „echte“ Rendite niedriger.
  • Steuervorteile. Steuervorteile allein bringen noch keinen Gewinn. Die Beteiligung muss sich auch vor Steuern rechnen.
  • Warnliste. Sehen Sie in der Finanztest-Warnliste nach oder fragen Sie bei Ihrer Verbraucherzentrale nach, ob die Gesellschaft bereits negativ aufgefallen ist.

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