Wohl schon ab Beginn des Jahres 2008 gilt ein neues Unterhaltsrecht. Kinder profitieren davon. Für Expartner, die sich um die Kinder kümmern und Unterhalt bekommen, wird es härter.

Kinder haben Vorrang. Kinder werden beim Verteilen des Unterhalts bevorzugt. Erst wenn ihre Ansprüche befriedigt sind, bekommen geschiedene Partner und neue unterhaltsberechtigte Ehegatten Geld – sofern noch etwas da ist.

Hochzeit spielt keine Rolle. Zukünftig spielt es beim Betreuungsunterhalt keine Rolle mehr, ob das Expaar verheiratet war. Expartner, die sich um das Kind kümmern, haben lediglich in den ersten drei Lebensjahren des Kindes Anspruch auf Betreuungsunterhalt. Für geschiedene Mütter oder Väter galt bislang, dass sie erst arbeiten mussten, wenn das Kind acht Jahre wurde. Der Zeitraum von drei Jahren soll zukünftig aber in Ausnahmefällen verlängert werden, etwa wenn kein Kindergartenplatz vorhanden ist und der betreuende Elternteil nicht arbeiten kann. Hier wird es viele Rechtsstreitigkeiten geben.

Keine Lebensstandardgarantie. Bei der Festlegung der Unterhaltshöhe soll in Zukunft stärker berücksichtigt werden, wie lange ein Paar zusammen war. Der gemeinsam erarbeitete Lebensstandard soll zwar weiterhin Maßstab für den Unterhalt sein. Bei kurzen Ehen aber sollen Gerichte nun flexibler sein und den Unterhalt befristen oder in der Höhe begrenzen können.

Tipp: In der kommenden Ausgabe informiert Finanztest ausführlich über das Unterhaltsrecht.

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