Tipps

  • Schenkung. Eltern müssen ihr gesamtes Vermögen einsetzen, bevor Kinder und Sozialamt in der Pflicht sind. Wollen Eltern ein Haus verschenken, sollten sie dies früh tun. Geschenke innerhalb von zehn Jahren vor Beginn des Sozialhilfebezugs kann das Sozialamt rückgängig machen.
  • Unterhaltsverzicht. Eltern können nicht auf Unterhalt verzichten, um Kindern die Auseinandersetzung mit dem Sozialamt zu ersparen. Ein vertraglicher Unterhaltsverzicht ist unwirksam.
  • Vermögensauskunft. Wenn das Sozialamt Sie nach Einkommen und Vermögen fragt, sollten Sie wahrheitsgemäß antworten. Die Behörde darf Ihren Arbeitgeber befragen und sogar die Steuererklärung einsehen.
  • Steuererleichterung. Wenn Sie Unterhalt zahlen, können Sie bis zu 7.188 Euro beim Finanzamt als außergewöhnliche Belastung geltend machen.
  • Ratenzahlung. Beantragen Sie Ratenzahlung, wenn Sie eine Forderung des Sozialamts nicht sofort begleichen können.
  • Einkommen. Wenn sich Ihr Einkommen - zum Beispiel wegen Arbeitslosigkeit - verändert, beantragen Sie beim Sozialamt eine Neuberechnung der Unterhaltszahlungen. Sie sind verpflichtet, jede Änderung Ihres Einkommens unverzüglich zu melden. Wenn Sie eine Gehaltserhöhung oder sonstiges Einkommen verschweigen, droht außer der fälligen Nachzahlung noch ein Strafverfahren.
  • Mietkosten. Wenn Sie viel Miete zahlen, kann sich die Unterhaltspflicht vermindern. Beim normalen Selbstbehalt wird eine Mietpauschale von 440 Euro für Einzelpersonen und 770 Euro für Paare berücksichtigt.
  • Grundsicherung. Seit 2003 können Bedürftige ab 65 Jahre eine so genannte Grundsicherung beantragen. Diese liegt etwas höher als der Regelsatz der Sozialhilfe. Wer die höhere Grundsicherung bekommt, braucht weniger Unterhalt. Kinder entlastet das allerdings nur, wenn sie allein den Unterhalt ihrer Eltern bestreiten.

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