Unterstützen Familienmitglieder ihre bedürftigen nahen Angehö­rigen, können sie bis zu 7 680 Euro im Jahr als außergewöhnliche Belastung vom zu versteuernden Einkommen abziehen. In einem aktuellen Fall hat der Bundesfinanzhof entschieden, dass das Finanzamt den Unterhalt eines Vaters für seinen volljährigen verschuldeten Sohn anerkennen muss (Az. III R 26/05). Ob der Sohn tatsächlich alle Möglichkeiten zum Erzielen von Einkünften ausgeschöpft hat und damit unterhaltsberechtigt ist, sei unerheblich: Entscheidend sei, dass der Sohn aufgrund der Verwandtschaft einen gesetzlichen Anspruch auf Unterhalt habe und bedürftig sei.

Tipp: Eltern können Unterhaltsleistungen zum Beispiel dann geltend machen, wenn die Kinder nach der Ausbildung nicht sofort einen Job finden und die Familienkasse kein Kindergeld mehr zahlt. Lebt das unterstützte Kind mit im Haushalt der Eltern, ­müssen diese nicht einmal Zahlungen nachweisen, sondern können stets den Höchstbetrag von 7 680 Euro abziehen. Der Betrag wird jedoch gekürzt, wenn das Kind Einkünfte und Bezüge von mehr als 624 Euro im Jahr hat.

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