Geschiedene Frauen, die während der Ehe kaum oder gar nicht erwerbstätig waren, bekommen mehr Unterhalt, wenn sie nach der Scheidung arbeiten gehen. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts werden sie Frauen gleichgestellt, die schon während der Ehe Geld verdienten. Damit bestätigen die Richter die neue Unterhaltsberechnung für geschiedene "Hausfrauenehen", die der Bundesgerichtshof bereits im vergangenen Jahr entwickelt hatte. Bisher wurde das Einkommen der Frau voll von ihrem Unterhaltsanspruch abgezogen, sodass sich eine Erwerbstätigkeit für sie in vielen Fällen nicht lohnte. Künftig wird nur ein Teil ihres Verdienstes angerechnet. "Haushaltsführung und Kinderbetreuung haben keinen geringeren Wert als Erwerbseinkünfte", meinten die Richter.

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