Geldanlage: So sparen Käufer von Wertpapieren

Sparanlagen der Banken sind meist kostenfrei, aber Handel und Verwahrung von Wertpapieren können Anleger reichlich Geld kosten. Sie sollten deshalb eine günstige Bank wählen.

Depot. Den Kauf von Wertpapieren oder Fonds lassen sich alle Banken bezahlen, aber die Verwahrung ist bei einigen kostenlos. Gratisdepots ohne Nebenbedingungen boten in unserer jüngsten Untersuchung (Bankgebühren 2/2008) die DAB Bank, Deutsche Bank maxblue, ING-Diba und die Sparda-Bank Hessen (Direktorder Online).

Handel. Wertpapierkäufe sind meist bei Direktbanken am günstigsten. Eine Aktienorder über die Filialbank kostet in Extremfällen mehr als zehnmal so viel wie über eine günstige Direktbank. Aufpassen heißt es auch beim Fondskauf: Der für Aktienfonds übliche Ausgabeaufschlag von 5 Prozent muss nicht sein. Fondsdiscounter im Internet bieten die meisten Fonds inzwischen ohne Extrakosten an. Sparen können Anleger auch, wenn sie bei ihrer Bank Fonds über die Börse ordern. Bei den meisten Banken geht das problemlos. Einzelne Filialbanken belasten den Börsenkauf aber mit so hohen Gebühren, dass sich ihre Kunden besser eine andere Bank suchen.

Teilausführung. Für Finanztest-Leser Heinz Rieder waren zusätzliche Kosten für eine Aktienorder der Grund, den Anbieter zu wechseln. Die Deutsche Bank hatte für einen Auftrag, der in zwei Etappen ausgeführt wurde, doppelte Gebühren berechnet. Früher gab es viele Beschwerden darüber, dass Teilausführungen einzeln abgerechnet wurden. Inzwischen ist das bei den meisten Banken kein Thema mehr. Rieder bekam sein Geld zurück.

Limits. Anleger, die regelmäßig Aktien kaufen, sollten sich eine Bank suchen, die für Leistungen wie das Setzen und Streichen von Limits oder Stopp-Loss-Aufträge keine Gebühren verlangt. Auch das Zeichnen von Neuemissionen sollte gratis sein. Sonst müssen Anleger selbst dann Gebühren zahlen, wenn ihnen keine Aktien zugeteilt wurden.

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