Unrechtmäßige Bankgebühren

Ombudsmann: Kosten und Ärger sparen

20.01.2009

Fühlen sich Kunden von ihrer Bank schlecht behandelt, vermitteln Ombuds­leute. Sie schlichten Streit ums Girokonto, im Zahlungsverkehr und bei Kreditgeschäften.

Inhalt

Es ist egal, ob es sich um wenige Euro oder um fünfstellige Summen dreht. Die sieben Ombudsmänner der privaten, der öffentlichen und der genossenschaftlichen Banken helfen den Bankkunden bei Konflikten mit den Anbietern.

Im Jahr 2008 haben die Schlichter bis ­Ende November etwa 4 100 Beschwerden bearbeitet. Die Kunden klagten, dass Gebühren zu hoch sind oder ihnen ein Girokonto verwehrt wird. Sie warfen Bankmitarbeitern vor, Zinsen falsch berechnet oder falsch beraten haben.

Die Hilfe der Ombudsleute ist kostenlos und erspart den Kunden oft ein langes und teures Gerichtsverfahren. Die meisten Fälle sind binnen ein bis drei Monaten abgeschlossen. Oft bekommt der Kunde recht und die Banken halten sich meist an die Entscheidung der Ombudsmänner. Tun sie es doch nicht, kann der Kunde immer noch vor Gericht gehen.

Diese drei Schritte führen oft zum Ziel:

Prüfen. Stellen Sie zuerst fest, welche Beschwerdestelle für Sie zuständig ist (siehe Tabelle). Eine Schlichtung ist nicht mehr möglich, wenn Ihre Beschwerde bereits vor Gericht liegt oder eine andere Stelle schon darüber entschieden hat.

Schreiben. Schreiben Sie Ihre Beschwerde auf und begründen Sie alles detailliert. Die Bankenverbände bieten Formulare an. Fügen Sie Belege für den Sachverhalt und Kopien des Schriftwechsels mit der Bank bei.

Entscheiden. Die Kundenbeschwerdestelle prüft, ob Ihr Anliegen zulässig ist, und holt bei der Bank eine Stellungnahme ein. Führt dies zu keiner Einigung, bekommt der Ombudsmann den Fall. Er kann ergänzende Meinungen hören, aber anders als der Richter in einem Prozess keine Zeugen vernehmen. Seine Entscheidung teilt er schriftlich mit.

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