Unister GmbH Meldung

Bei der Unister-Firma „Urlaubs­tours“ hat es ein Daten­leck gegeben. Flugrouten und Namen von Passagieren waren online einzusehen. Unister hat alle Ryanair-Produkte vom Markt genommen und ändert sein Buchungs­system. Ryanair rät Kunden, Flüge nur über die Seiten der Flug­linien zu buchen. Laut Ryanair hat Unister die Flüge der Billig­linie ohne Einwilligung angeboten.

Daten­probleme bei „Urlaubs­tours“

Bei der Unister-Tochterfirma „Urlaubs­tours“ hat es vergangene Woche ein Daten­problem gegeben. Betroffen waren Personen, die Ryanair-Flüge gebucht haben. Alle Buchungen wurden über ein einziges Kunden­konto getätigt, dem eine stets gleich­bleibende E-Mail-Adresse zugeteilt wurde. Somit konnte jeder, der diese E-Mail-Adresse und einen Buchung­scode hatte, auch die Namen und Flugrouten anderer Reisender einsehen. Noch ist nicht klar, inner­halb welchen Buchungs­zeitraums das Daten­problem aufgetaucht ist. „Urlaubs­tours“ hat die Produkte mit Ryanair-Flügen vom Markt genommen und sein Reser­vierungs­system geändert: „Wir haben das Daten­leck für bestehende und künftige Flüge ausgeschlossen, indem wir individuelle Codes pro Reisenden vergeben“, sagte Unister-Sprecher Konstantin Korosides gegen­über test.de.

Ryanair-Flüge ohne Einwilligung der Flug­linie verkauft

Ryanair gab inzwischen bekannt, dass „Urlaubs­tours“ ohne Erlaubnis Flüge der Billig­linie angeboten habe. „Dies ist kein Einzel­fall und bezieht sich auch nicht nur auf Unister, es passiert immer wieder“, sagt Ryanair-Sprecherin Henrike Schmidt. „Wir raten den Kunden die Buchungen über die Flug­linie selbst zu tätigen“, so Schmidt. Die gebuchten Flüge über den Unister-Reise­ver­anstalter seien aber nach wie vor gültig.

Internetflüge billig buchen

Zahlreiche Tipps für die Online-Suche nach güns­tigen Flügen gibt es im Test Flugbuchung im Internet. Hier hat Ryanair übrigens nicht besonders gut abge­schnitten: Die irische Billiga­irline wirbt mit Tickets ab 10 Euro, kassiert aber vor allem für Gepäck kräftig ab. So kostet ein 15-Kilogramm-Koffer, wenn er am Flughafen aufgegeben wird, je nach Reise­zeit zwischen üppigen 60 und 120 Euro. Reisende sollten am besten direkt bei der jeweiligen Air­line prüfen, welche Zusatz­kosten hinzukommen.

Kunden verärgert über Preis­angaben

In der Vergangenheit hatten Portale von Unister auch aus anderen Gründen für Ärger gesorgt. So warnte Finanztest Nutzer des Portals fluege.de, da aufgrund von Voreinstel­lungen im System der zunächst ange­zeigte Preis einer Reise am Ende über Gebühren und Steuern teurer als erwartet ausfallen könne (zum Test Flugbuchung im Internet). Zahlreiche Kunden haben sich bereits in Leser­briefen und Kommentaren auf test.de über das Gebaren von fluege.de beschwert. Auch im jüngsten Test von Internetreiseportalen war ein Angebot der Unister GmbH vertreten ( Test Reiseportale im Internet). Das Portal ab-in-den-urlaub.de schnitt mit einem Ausreichend nur schwach ab. Schließ­lich sorgte auch immer wieder die Werbung mit Testsiegeln für Ärger. Gerichtlich untersagt wurde der Unister GmbH, mit dem Siegel des Vereins VBS Verbraucher­schutz zu werben. Und auch die Werbung mit dem Holidaytest-Siegel verbot ein Gericht, da die Werbung irreführend sei.

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