Ungebetene Anrufe Neuen Strom­vertrag unterge­schoben

30.07.2019
Ungebetene Anrufe - Neuen Strom­vertrag unterge­schoben
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„Preis­garantie: Wir sind 10 Prozent billiger.“ Mit solchen Versprechen lotsen ungebetene Anrufer Strom­kunden in teure Verträge. Oft täuschen sie vor, vom aktuellen Strom­anbieter zu sein, sie müssten die Vertrags­daten aktualisieren. Sie fragen Namen und Zählernummer ab. Tage später kommt Post: „Will­kommen bei Ihrem neuen Anbieter.“ Die Anrufer haben im Namen des Kunden seinen Vertrag gekündigt und anderswo einen neuen abge­schlossen.

Anbieter brauchen Voll­macht, müssen sie aber nicht vorlegen

Das geht, weil Stromfirmen Verträge fremder Kunden bei deren Anbietern kündigen können, ohne eine Voll­macht vorlegen zu müssen. „Haben müssen sie aber eine Voll­macht, zumindest als E-Mail oder SMS“, sagt Marie Barz, Juristin beim Markt­wächter Energie beim Verbraucherzentrale Bundes­verband (vzbv). Der vzbv hat vor dem Land­gericht München ein Urteil gegen Eon erwirkt. Auch über andere Unternehmen liegen Beschwerden vor.

Tipp: Wurde Ihr Vertrag gekündigt, handeln Sie schnell. Sie haben 14 Tage Zeit für einen Widerruf. Schi­cken Sie den Brief per Einschreiben. Informieren Sie Ihren Altanbieter, dass Ihr Vertrag weiter besteht. Schalten Sie die Markt­wächter ein. Ein Beschwerdeformular steht unter marktwaechter.de. Fragt ein fremder Anrufer nach Ihrer Zählernummer, legen Sie sofort auf.

30.07.2019
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