Unfreiwil­lige Spende Meldung

Betreiber von Fitness­studios dürfen keine Extra-Abgaben abbuchen, wenn der Vertrag Sonderzah­lungen nicht vorsieht. Eine Berlinerin wehrte sich erfolg­reich gegen die Belastung ihres Kontos – und bekam ihren „Umwelt-Beitrag“ wieder zurück.

Verwendungs­zweck: „Umwelt-Beitrag“

Annette Eßelborn aus Berlin war verwundert. Ihr Studio der Kette Superwomen Fitness, betrieben von der Jopp AG, hatte ihr Konto mit 49 Euro belastet, zusätzlich zum Mitglieds­beitrag. Mit dem Betreff „Grün denken wird belohnt“ teilte die Firma per E-Mail mit, sie wolle die Studios „grüner“ gestalten und „bitte jedes Mitglied um Unterstüt­zung“.

Studio zog Betrag ohne Zustimmung ein

Das Fitness­stuio wartete nicht auf Eßelborns Zustimmung, sondern zog den Betrag einfach ein. Die über­rumpelte Kundin wollte das nicht hinnehmen. Sie buchte den Betrag zurück und mailte einen Wider­spruch an die Jopp AG. Mit Erfolg. Die Firma antwortete, man werde den „Betrag selbst­verständlich umge­hend zurück­über­weisen“. Auch Kunden der ebenfalls zur Jopp AG gehörenden Hard-Candy-Fitness-Studios berichten von solchen Abbuchungen.

Einzugs­ermächtigung gilt nur für reguläre Mitglieds­beiträge

Frithjof Jönsson, Jurist bei der Verbraucherzentrale Berlin, sagt: „Sofern solche Sonderzah­lungen im Vertrag nicht vereinbart sind, sind nur reguläre Mitglieds­beiträge von einer Einzugs­ermächtigung gedeckt.“

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