Unfall­versicherung Zahlt der Versicherer auch bei Tierbissen?

Ich bin im Sommer viel draußen. Zahlt eigentlich meine private Unfall­versicherung, wenn ich durch einen Zeckenbiss erkranke? Und wie ist das mit anderen Tierbissen?

Finanztest: Das hängt von Ihrem Vertrag ab. Infektions­krankheiten sind normaler­weise nicht im Schutz der privaten Unfall­versicherung enthalten. Die meisten neueren Verträge haben jedoch ihren Schutz erweitert: Eine bleibende Schädigung infolge von Borreliose oder Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) ist in 104 von 124 Tarifen aus unserem jüngsten Test von privaten Unfallversicherungen mitversichert (Finanztest 10/2015). Versicherungs­schutz haben Sie auch bei Toll­wut- und Tetanus­infektionen, so die Musterbedingungen des Gesamt­verbands der Deutschen Versicherungs­wirt­schaft. Erleiden Sie durch einen Tierbiss eine andere Erkrankung, kommt es darauf an, wie schwer die Biss­wunde war. Wenn Sie deswegen beim Arzt waren, haben Sie gute Chancen, dass Sie auch für Lang­zeit­folgen einer Infektion Leistungen bekommen.

Tipp: Steht zu Infektionen nichts in Ihrem Vertrag, fragen Sie den Versicherer, ob Sie den Schutz erweitern können. Wie Sie sich am besten vor Zecken schützen können steht in unserem kostenlosen Zecken-Special.

Mehr zum Thema

  • Unfall­versicherung Park­bucht zählt nicht zum Arbeitsweg

    - Wer auf dem Arbeitsweg in einer Park­bucht hält und dabei einen Verkehrs­unfall erleidet, hat keine Ansprüche auf Leistungen der gesetzlichen Unfall­versicherung. Der...

  • Insekten­stich Zahlt die private Unfall­versicherung bei Infektionen?

    - Eigentlich ist ein Insekten­stich oder -biss kein klassischer Unfall. Doch immer mehr Versicherer legen in ihren Bedingungen fest, dass Infektionen mit dauer­hafter...

  • Unfall­versicherung Geld trotz Marcumar

    - Muss jemand dauer­haft den Blut­verdünner Marcumar einnehmen, können Blut­ergüsse nach einem Sturz Komplikationen nach sich ziehen. Ein privater Unfall­versicherer darf...