Tipps

Bedingungen. Sorgen Sie dafür, dass Sie immer die gültigen Versicherungsbedingungen (AUB) vorliegen haben. Schickt das Unternehmen bei Änderungen die aktuelle Fassung nicht mit, fordern Sie sie an. Das ist wichtig, um im Schadensfall die eigenen Ansprüche zu kennen.

Fristen. Beachten Sie die Fristen, die Sie laut Versicherungsbedingungen einhalten müssen. Nach den aktuellen Bedingungen haben Sie für die ärztliche Feststellung der Invalidität 12 Monate und für deren Vorlage bei der Versicherung 15 Monate Zeit.

Dranbleiben. Haben Sie einen Unfall gemeldet, warten Sie nicht einfach ab, sondern haken Sie schriftlich nach, wenn der Versicherer sich nicht rührt.

Beschweren. Fühlen Sie sich von Ihrer Versicherung übervorteilt oder hingehalten, können Sie sich an den Versicherungsombudsmann, Professor Wolfgang Römer, wenden. Er kann über Streitwerte bis zu 5 000 Euro verbindlich entscheiden oder eine Empfehlung zur Beilegung des Streits aussprechen. Versicherungsombudsmann e. V., Postfach 08 06 32, 10006 Berlin, Fax: 0 180 4/22 44 25, www.versicherungsombudsmann.de.

Rechtsschutz. Auf einen Rechtsstreit mit Ihrem Unfallversicherer sollten Sie sich nur einlassen, wenn Sie rechtsschutzversichert sind. Klären Sie vorher mit Ihrem Rechtsschutzversicherer, ob er die Kosten für den Rechtsstreit übernimmt.

Prozesskostenhilfe. Wenn Sie nicht rechtsschutzversichert sind und sehr wenig Einkommen und Vermögen haben, können Sie bei Gericht Prozesskostenhilfe beantragen. Sie können dann ganz oder teilweise von den Gerichts- und Anwaltskosten befreit werden, wenn Ihre Klage hinreichende Aussicht auf Erfolg hat. Vorsicht: Die Prozesskostenhilfe umfasst nicht die Anwaltskosten der Gegenpartei. Verlieren Sie vor Gericht, dann müssen Sie die Kosten des Gegners erstatten.

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