Unfallversicherung Meldung

Ein Motorradfahrer hat Anspruch auf Leistungen aus seiner privaten Unfallversicherung, obwohl er mit überhöhter Geschwindigkeit verunglückt ist. Als er beim Kräftemessen mit einem zweiten Biker auf einer mehrspurigen Straße Gas gab, schnitt ihn ein Auto, das die Spur wechselte. Das Motorrad krachte mit rund 80 km/h gegen den Wagen. Erlaubt waren 50 km/h. Der private Unfallversicherer verweigerte die Zahlung. Er war der Auffassung, dass er für Unfälle bei Wettrennen nicht zahlen müsse.

Das Oberlandesgericht Bamberg sah ein kurzes, starkes Beschleunigen der Motorräder aber nicht als Rennveranstaltung an (Az. 1 U 161/09). Da die Fahrspur beim Beschleunigen frei war und der Motorradfahrer nicht damit rechnen konnte, dass das Auto die Spur wechselt, habe er auch nicht vorsätzlich den Straßenverkehr gefährdet.

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