Die Prämie für eine Unfallversicherung können Steuerzahler in ihrer Steuererklärung angeben: 50 Prozent des Beitrags als Werbungskosten und die andere Hälfte als Sonderausgaben. Das bekräftigt ein Schreiben des Bundesfinanzministeriums (IV C 5 ­ S-2332 ­ 67/00). Danach sind Unfallpolicen steuerlich anerkannt, wenn der Vertrag sowohl das berufliche als auch das private Unfallrisiko deckt.

Allerdings haben die meisten Arbeitnehmer davon nicht viel: Den Sonderausgabenabzug haben sie meist bereits im Rahmen der Höchstbeträge für Vorsorgeaufwendungen durch die Renten-, Kranken- und Arbeitslosenversicherung ausgeschöpft. Der Werbungskostenabzug bringt nur einen Steuervorteil, wenn der Steuerzahler den Arbeitnehmerpauschbetrag von 2.000 Mark ausgeschöpft hat.

Tipp: Prüfen Sie vor Vertragsschluss vor allem, ob Sie die Police wirklich brauchen. Das wesentlich höhere Risiko der Berufsunfähigkeit deckt nicht eine Unfallpolice, sondern die Berufsunfähigkeitsversicherung.

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