Unfall­versicherung Park­bucht zählt nicht zum Arbeitsweg

0

Wer auf dem Arbeitsweg in einer Park­bucht hält und dabei einen Verkehrs­unfall erleidet, hat keine Ansprüche auf Leistungen der gesetzlichen Unfall­versicherung. Der Fall: Auf dem Nach­hauseweg von der Arbeit bremste eine Frau ihr Auto ab, um in eine Park­bucht zu fahren. Sie wollte eine SMS auf ihrem privaten Mobiltelefon lesen, die vermeintlich von ihrem Chef kam. Dabei fuhr ihr ein anderes Auto auf. Die Frau erlitt durch den Aufprall ein Schleudertrauma sowie Prel­lungen an den Fingern. Das Landes­sozialge­richt Baden-Württem­berg entschied, dass ihr keine Leistungen der Berufs­genossenschaft zustünden, weil sie mit dem Abbremsen des Autos den versicherten Arbeitsweg verlassen habe. Sie konnte auch nicht nach­weisen, dass es sich um eine berufliche SMS handelte, weil ihr Telefon bei dem Unfall zerstört wurde (Az. L 9 U 764/16).

0

Mehr zum Thema

  • Arbeits­unfall In diesen Fällen zahlt die Berufs­genossenschaft

    - Nach einem Arbeits- oder Wegeunfall trägt die gesetzliche Unfall­versicherung die Kosten von Behand­lung, Reha oder Unfall­rente. Der Schutz im Home­office ist jetzt...

  • Bei der Arbeit infiziert Wann gilt Corona als Berufs­krankheit?

    - Stecken sich Angestellte im Beruf mit dem Coronavirus an, kann das als Berufs­krankheit oder Arbeits­unfall gelten. Doch je nach Tätig­keit sind die Hürden hoch.

  • Sozial­versicherung Gesetzliche Unfall­versicherung – einfach erklärt

    - Alle Beschäftigten stehen auto­matisch unter dem Schutz der gesetzlichen Unfall­versicherung. Was das für sie bedeutet und in welchen Fällen die Versicherung hilft.

0 Kommentare Diskutieren Sie mit

Nur registrierte Nutzer können Kommentare verfassen. Bitte melden Sie sich an. Individuelle Fragen richten Sie bitte an den Leserservice.