Unfallversicherung Meldung

Die gesetzliche Unfallversicherung zahlt nur, wenn jemand auf dem Arbeitsweg verunglückt.

Macht jemand auf dem Weg zur Arbeit auch nur einen kleinen Umweg und verunglückt dabei, verliert er den Schutz der gesetzlichen Unfallversicherung. Das Bundessozialgericht hat geurteilt, dass schon hundert Meter Abweichung vom kürzesten Weg zu viel sind (Az. B 2 U 40/02 R).

Ein Mann war mit seinem Moped auf dem Weg von der Arbeit nach Hause abgebogen, um Geld abzuheben. Kurz vor der Sparkasse hatte er einen Unfall, bei dem er schwer verletzt wurde.

Wäre es ein Unfall auf dem Arbeitsweg, müsste die gesetzliche Unfallversicherung für die medizinische Behandlung aufkommen. Sie würde außerdem eine Rente zahlen, falls der Verunglückte einen bleibenden körperlichen Schaden davonträgt.

Da der Unfall aber als „privat“ gilt, zahlt die Krankenkasse die Behandlungskosten. Geld für bleibende Schäden erhält der Mann nur, wenn er eine private Unfallversicherung hat.

Verschiedene Gerichte hatten in der Vergangenheit kleine private Erledigungen noch als Teil des Arbeitswegs angesehen. Das Bundesozialgericht sagte jetzt aber: Das private Geldabheben und damit auch der Unfall stehen nicht im Zusammenhang mit der betrieblichen Tätigkeit des Mannes.

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