Will ein Unfall­versicherer den Vertrag einer Kundin nach einem Leistungs­fall kündigen, muss er dies inner­halb eines Monats nach der ersten Teil-Leistung tun. Eine spätere Kündigung ist unwirk­sam, urteilte der Bundes­gerichts­hof (Az. IV ZR 188/16).

Der Versicherungs­vertrag gilt deshalb auch noch für zwei weitere Stürze der Frau in den folgenden Jahren. Beim ersten Unfall hatte der Versicherer zunächst ein Kranken­haus­tagegeld gezahlt, einige Monate später einen Vorschuss und ein Jahr nach dem Unfall dann die endgültige Invaliditäts­leistung. Erst danach kündigte er den Vertrag. Diese Kündigung gilt nicht, weil sie zu spät kam. Die Kundin war also auch bei den folgenden Unfällen versichert.

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