Ob Fußgänger oder Radfahrer - wer sich mit 1,63 Promille auf die Straße begibt, kann den Schutz seiner privaten Unfallversicherung verlieren. Das hat das Oberlandesgericht Köln im Falle eines Dachdeckers entschieden (Az. 5 W 117/06). Er war auf dem Heimweg von einem Polterabend mit dem Fahrrad schwer gestürzt und ins Koma gefallen.

Die Richter fanden es unerheblich, ob er sein Fahrrad geschoben oder gefahren hatte, da klar war, dass die Alkoholisierung und nicht Straßen­bedin­gungen schuld an dem Unfall waren. Sie begründeten ihr Urteil damit, dass bei 1,63 Promille eine Bewusstseinsstörung vorlag. Diese führe laut den Versicherungsbedingungen seines Vertrags dazu, dass der Versicherer nicht zahlen muss.

Tipp: Achten Sie beim Abschluss einer privaten Unfallversicherung darauf, dass der Vertrag auch Unfälle bei einer Bewusstseinsstörung durch Alkohol abdeckt. Lesen Sie mehr dazu im ausführlichen Test in der nächsten Ausgabe von Finanztest.

Dieser Artikel ist hilfreich. 129 Nutzer finden das hilfreich.