Will ein Verletzter Geld von seiner privaten Unfallversicherung, dann muss er sich von einem Arzt untersuchen lassen, den der Versicherer ausgewählt hat. Weigert sich der Versicherte trotz mehrfacher Aufforderung, zu diesem Arzt zu gehen, verliert er seinen Anspruch auf Leistungen. Das hat das Oberlandesgericht Düsseldorf in einem Urteil bestätigt (Az. I-4 U 69/03).

In dem konkreten Fall hatte ein Mann bei einem Arbeitsunfall einen komplizierten Bruch des Unterarms erlitten. Dadurch sei der komplette Arm dauerhaft funktionsunfähig geworden, machte er gegenüber seinem privaten Unfallversicherer geltend.

Doch er wollte sich nicht vom Versicherungsarzt untersuchen lassen. Stattdessen versuchte er, sein Geld vor Gericht einzuklagen – und scheiterte. Laut Versicherungsbedingungen sind Kunden jedoch ver­pflichtet, sich einem Arzt vorzustellen, den die Versicherung ausgewählt hat.

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