Auf der Skipiste schwer gestürzt, der Arm bleibt auf Dauer geschädigt – trotzdem bekommt der Unglücksrabe kein Geld aus seiner privaten Unfallversicherung. Das Oberlandesgericht Celle urteilte, dass der Versicherer nicht zahlen muss (Az. 8 U 131/08).

Laut Versicherungsbedingungen liegt nur dann ein Unfall vor, wenn sich jemand durch ein „von außen“ kommendes Ereignis verletzt, also zum Beispiel mit einem anderen Skifahrer zusammenprallt. In diesem Fall sei der Verletzte lediglich erschrocken und deshalb gestürzt. Der andere Skifahrer habe ihm zwar die Vorfahrt genommen, ihn aber nicht berührt. Dass der Mann beim Ausweichen in eine Schneewehe gefahren sei, konnte er nicht beweisen.

Der Versicherte hatte rund 58 000 Euro und eine monatliche Unfallrente von 923 Euro gefordert, da er einen bleibenden Schaden davongetragen hatte.

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