Brillenträger bekommen von ihrer privaten Unfallversicherung manchmal kein Geld, wenn sie durch einen Unfall auf einem Auge erblinden.

Ein Mann hatte am rechten Augapfel eine so starke Prellung erlitten, dass er die Sehkraft verlor. Er besaß eine Unfallrentenversicherung, die ab einer Invalidität von 50 Prozent eine lebenslange Rente zahlt.

Der Verlust der Sehkraft auf einem Auge gilt normalerweise als Invalidität von 50 Prozent. Doch der Versicherer zog 3 Prozent ab, weil der Mann auf dem rechten Auge vorher kurzsichtig war. Das ist rechtens, urteilte das Oberlandesgericht Düsseldorf (Az. 4 U 37/03). Der Mann bekam die Rente nicht.

Von einer „normalen“ Unfallversicherung, die bei jedem Invaliditätsgrad leistet, hätte er zumindest einen Teil der vereinbarten Versicherungssumme erhalten.

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