Die private Unfallversicherung zahlt nur, wenn Unfallopfer sich innerhalb von 15 Monaten ärztlich bescheinigen lassen, dass sie einen bleibenden körperlichen Schaden (Invalidität) erlitten haben. Ein Mann, der seine Teilinvalidität erst nach drei Jahren bei der Versicherung meldete, geht nach einem Urteil des Oberlandesgerichts Frankfurt leer aus (Az. 7 U 224/01).

Der Dachdecker erlitt bei einem Sturz schwere Verletzungen und teilte die Befunde seiner Ärzte der Versicherung mit. Dass an einem Ellenbogen ein irreversibler Schaden zurückblieb, der zu einer Teilinvalidität führte, stellte sich erst drei Jahre nach dem Unfall heraus.

In den Versicherungsbedingungen der meisten Unfallversicherer ist aber geregelt, dass Kunden nur dann einen Leistungsanspruch haben, wenn die Invalidität innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eingetreten ist und spätestens weitere drei Monate später ärztlich festgestellt und geltend gemacht wurde.

Tipp: Wenn Sie einen Unfallversicherungsvertrag abschließen, versuchen Sie zu erreichen, dass der Versicherer eine längere Frist als 15 Monate einräumt, innerhalb deren Sie eine Invalidität feststellen lassen können. Je länger Sie Zeit haben, bleibende Gesundheitsschäden zu melden, desto besser.

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