Unfallversicherung Meldung

Wer anhält, um Unfallopfern zu helfen, und selbst zu Schaden kommt, hat Versicherungsschutz.

Hinterbliebene eines Autofahrers, der Unfallopfern geholfen hat und dabei überfahren und getötet wurde, haben laut Sozialgesetzbuch Anspruch auf Leistungen aus der gesetzlichen Unfallversicherung. Bereits die Absicht zu helfen genügt dafür, so ein Urteil des Bundessozialgerichts (Az. B 2 U 8/02 R).

Das Gericht gab den Hinterbliebenen eines Mannes Recht. Er hatte auf dem Seitenstreifen der Autobahn angehalten und dort mit Unfallbeteiligten gesprochen. Er war dann von einem folgenden Auto erfasst und getötet worden.

Der Bayerische Gemeinde-Unfall-Versicherungsverband – in diesem Fall Unfallversicherungsträger – hatte dagegen argumentiert, eine Hilfe für die Beteiligten des ersten Unfalls sei nicht erforderlich gewesen, weil es keine Verletzten gegeben und auch keine Gefahr für den nachfolgenden Verkehr bestanden habe.

Das Bundessozialgericht sah dies anders. Der später Getötete habe „zumindest wesentlich mit der Absicht zu helfen, angehalten“.

Seine Hinterbliebenen hätten daher Anspruch auf eine Rente aus der gesetzlichen Unfallversicherung, die laut Gesetz beispielsweise allen zusteht, „die bei Unglücksfällen oder gemeiner Gefahr oder Not Hilfe leisten“ und dabei zu Schaden kommen.

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