Unfallversicherung Test

Bleiben nach einem Unfall dauerhafte Gesundheitsschäden zurück, hat das meist auch finanzielle Folgen. Eine Unfallversicherung kann für diesen Fall vorbeugen. Die Auswahl an Policen ist groß - ebenso die Preisunterschiede. Dabei muss eine sehr gute Unfallversicherung nicht teuer sein. Beispiel: Beim Versicherer Ostangler gibt es den Schutz für Frauen schon ab einem Jahresbeitrag von 98 Euro. Allerdings sollten Kunden nicht nur nach dem Preis auswählen. Auch die Versicherungsbedingungen sind entscheidend. Finanztest hat mehr als 200 Policen getestet und sagt, wo Interessenten gute Unfallversicherungen bekommen und was sie vor Vertragsabschluss beachten sollten.

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Sechsmal „sehr gut“

Testsieger der aktuellen Untersuchung sind drei Angebote der Versicherungsgesellschaft Ostangler sowie eine Police der Baden Badener Versicherung. Alle erhielten das Qualitätsurteil „Sehr gut“. Zudem erhielten jeweils ein Angebot von Debeka und Baden Badener speziell für Angestellte des öffentlichen Dienstes ein „Sehr gut“.

Gefahrengruppe entscheidet

Die Höhe der Beiträge für die Unfallversicherung richtet sich nach der Gefahrengruppe, in die Versicherer ihre Kunden einstufen. Meist gibt es zwei - eine niedrige und eine höhere Gefahrengruppe. Berufstätige mit Bürojobs gehören meist der ersten Gruppe an. Viele Versicherer stufen zudem Frauen allgemein hier ein. Dagegen ordnen die Unternehmen Handwerker und Kraftfahrer aufgrund des höheren Unfallrisikos meist der höheren Gefahrengruppe zu. Die Beiträge sind hier deutlich höher. Beispiel: Beim Versicherer Ostangler zahlen Personen der höheren Gefahrengruppe 149 Euro im Jahr. In der niedrigen Gefahrengruppe kostet der Schutz dagegen nur 98 Euro jährlich.

Mehrere Tarifkonstruktionen

Versicherte können zwischen drei verschiedenen Tarifarten wählen: Linear-, Mehrleistungs- oder Progressionstarife. Doch nur die letzten beiden bieten im Falle einer hohen Invalidität ausreichend hohen Versicherungsschutz. Grund: Ab einem bestimmten Invaliditätsgrad erhöhen sie die Versicherungsleistungen überproportional. Das Preis-Leistungs-Verhältnis ist daher meist besser als bei Policen mit linearen Tarifen.

Bedingungen kennen

Nur wenn die Bedingungen erfüllt sind, zahlt der Versicherer im Ernstfall. Die Höhe der Summe ist abhängig vom Grad der Invalidität. Dieser wird nach der so genannten Gliedertaxe ermittelt. Beispiel: Durch den Verlust der Sehkraft auf einem Auge ist eine Person zu 50 Prozent invalide. Zudem muss die Invalidität innerhalb eines Jahres nach dem Unfall eingetreten sein. Kunden haben weiter die Pflicht, dies binnen 15 Monaten nach dem Unfall dem Versicherer schriftlich mitzuteilen.

Extras überflüssig

Neben der reinen Unfallversicherung bieten viele Unternehmen zusätzliche Leistungen wie Unfallkranken- oder Krankenhaustagegeld an. Auf diese Sonderleistungen sollten Kunden aber im Rahmen der Unfallversicherung verzichten. Wer beispielsweise auf den Ersatz des Einkommens während einer Krankheit angewiesen ist, fährt mit einer Krankentagegeldversicherung besser. Und um Angehörige abzusichern ist eine Risikolebensversicherung erste Wahl. Sinnvoll ist einzig, im Rahmen der Unfallversicherung eine kleine Todesfallleistung von 10 000 Euro zu versichern. Grund: Steht der Grad der Invalidität noch nicht fest, zahlen die Versicherer trotzdem im ersten Jahr einen Vorschuss in Höhe der vereinbarten Todesfallleistung.

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