Unfall­versicherung Geld trotz Marcumar

10.12.2019

Muss jemand dauer­haft den Blut­verdünner Marcumar einnehmen, können Blut­ergüsse nach einem Sturz Komplikationen nach sich ziehen. Ein privater Unfall­versicherer darf einem Kunden nicht deswegen die Leistung kürzen, so das Ober­landes­gericht Köln (Az. 20 U 57/18).

Ein Mann stürzte auf der Treppe und zog sich einen so großen Blut­erguss zu, dass er im Kranken­haus operiert werden musste. Als er dafür vorüber­gehend sein Marcumar absetzte, erlitt er einen Schlag­anfall und musste wegen Blut­gerinnsel erneut operiert werden. Sein Unfall­versicherer wollte darauf­hin sein Kranken­haus­tagegeld und Genesungs­geld kürzen. Begründung: Das Medikament sei für die Komplikation verantwort­lich. Die Einnahme sei aber keine Krankheit, sondern eine Therapie, so das Gericht (zum Test privater Unfallversicherungen).

10.12.2019
  • Mehr zum Thema

    Unfall­versicherung Park­bucht zählt nicht zum Arbeitsweg

    - Wer auf dem Arbeitsweg in einer Park­bucht hält und dabei einen Verkehrs­unfall erleidet, hat keine Ansprüche auf Leistungen der gesetzlichen Unfall­versicherung. Der...

    Insekten­stich Zahlt die private Unfall­versicherung bei Infektionen?

    - Eigentlich ist ein Insekten­stich oder -biss kein klassischer Unfall. Doch immer mehr Versicherer legen in ihren Bedingungen fest, dass Infektionen mit dauer­hafter...

    Medizi­nische Reha Sechs Tipps für den Antrag

    - Eine medizi­nische Reha soll die Menschen fit für den Job machen. Die Stiftung Warentest erklärt, wann die Renten­versicherung zahlt und was beim Antrag zu beachten ist.