Unfallversicherung Meldung

Ehrenamtliche Aufsichtspersonen in einem Pfadfinderzeltlager sind künftig immer durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt.

Seit Jahresbeginn sind mehr ­ehrenamtliche Helfer als bisher durch die gesetzliche Unfallversicherung geschützt. Davon ­profitieren etwa Bürger, die im ausdrücklichen Auftrag einer Stadt oder Gemeinde ehrenamtlich tätig werden: zum Beispiel Anwohner, die einen Kinderspielplatz bauen oder Eltern, die ein Klassenzimmer renovieren.

Auch Ehrenamtliche in Kirchengemeinden sind besser ­geschützt. Zwar umfasste der Versicherungsschutz bisher schon „Kernbereiche der Religionsausübung“, beispielsweise die Mitwirkung von Messdienern im Gottesdienst. Er galt jedoch nicht für die Helfer bei einem Pfarrfest oder die Aufsichtspersonen in einem Pfadfinderzeltlager. Sie sind künftig in der Unfallversicherung pflichtversichert. Dies kostet die Gemeinde rund 2,50 Euro pro Jahr und Person.

Auch in Sportvereinen und anderen gemeinnützigen Organisationen können mehr Ehrenamtliche vom Unfallschutz profitieren. Er galt bisher nur für einige, beispielsweise für Übungsleiter im Turnverein. Nun können alle gewählten Ehrenamtlichen auf freiwilliger Basis versichert werden. Dies kostet die Vereine pro Person ebenfalls rund 2,50 Euro jährlich.

Tipp: Weitere Informationen gibt die Broschüre „Zu Ihrer Sicherheit“ des Bundessozialministeriums unter: www.bmgs.bund.de (> Publikationen > Unfallversicherung). Sie können die Broschüre auch telefonisch bestellen: 0 180 5/15 15 10.

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