Unfallversicherung Meldung

Angebot: Die Bayerische Beamten Versicherung bietet mit der "BBV-Unfall-Police Individual" eine neuartige Unfallversicherung an. Sie zahlt ­ wie jede andere Unfallversicherung ­, wenn der Versicherte durch einen Unfall einen bleibenden körperlichen Schaden erleidet. Die BBV verhält sich dann aber so, als hätte sie Schadenersatz nach den gesetzlichen Haftpflichtbestimmungen zu leisten. Sie zahlt zum Beispiel Schmerzensgeld oder Ausgleich für Verdienstausfall. Wie viel sie höchstens zahlt, hängt von der gewählten Einkommenskategorie ab.

Vorteil: Im Vergleich zu einer "normalen" Unfallversicherung ist diese Police vor allem dann vorteilhaft, wenn jemand durch einen Unfall eine geringe Invalidität davonträgt, die aber schwere Folgen nach sich zieht.

Verliert eine selbstständige Friseurin ihren rechten Daumen, dann würde sie bei einer "normalen" Unfallversicherung mit 100.000 Mark Versicherungssumme nur 20 Prozent davon, also 20.000 Mark, bekommen. Mit der BBV-Police in der von der Frau gewählten Einkommenskategorie 100.000 Mark erhielte sie dagegen Ersatz der tatsächlich entstandenen Kosten bis zum Doppelten ihrer Einkommenskategorie, also 200.000 Mark.

Nachteil: Wie bei allen Unfallversicherungen sind nur Schäden versichert, die auf einem Unfall basieren. In neun von zehn Fällen führt aber Krankheit zu einer Einschränkung oder dem Verlust der Berufsfähigkeit.

Leistungen der Krankenkasse und des Rentenversicherungsträgers, aber auch Entschädigungszahlungen eines Unfallgegners werden angerechnet. Die BBV beteiligt sich nur an den Kosten, die übrig bleiben. Bei einer normalen Unfallversicherung erhält der Geschädigte die Versicherungsleistung unabhängig von anderen Zahlungen.

Zudem kostet eine Police für eine Selbstständige wie die Friseurin immerhin 450 Mark im Jahr. Würde sie eine Höchstfallentschädigung von einer Million Mark wählen, müsste sie mindestens 2.250 Mark jährlich zahlen.

Fazit: Die Police ist ebenso wie andere Unfallversicherungen kein Ersatz für eine Berufsunfähigkeitsversicherung. Die würde der Friseurin eine monatliche Rente bezahlen, bis sie das gesetzliche Rentenalter erreicht. Als bloße Ergänzung einer Berufsunfähigkeitsversicherung ist die BBV-Police zu teuer.

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