Guter Schutz für Aktive

Ob Reiten, Skaten oder Bergsteigen – die Unfallversicherung deckt die meisten Sportarten ab. Nur Rennfahrer und Menschen mit Flughobbys brauchen oft eine spezielle Versicherung.

Eine gute Unfallversicherung ist besonders wichtig für Menschen, die sich in der Freizeit Risiken aussetzen – zum ­Beispiel beim Sport. Die meisten Sportunfälle passieren laut Statistik beim Fußball, Volleyball und Handball sowie beim Inlineskaten. Das Risiko von Wirbelsäulen- oder Schädelverletzungen mit schweren Folgen ist dagegen beim Reiten oder Motorradfahren höher.

Die Unfallversicherung deckt fast alle Sportarten ab, auch so genannte Extremsportarten. Nur einzelne Anbieter klammern etwas aus.

Die VHV schließt unter anderem Freeclimbing, Fallschirmspringen, Drachen- und Gleitschirmfliegen, River-Rafting und Fußball ab der Regionalliga vom Versicherungsschutz aus.

Die Cosmos erhebt 20 Prozent Risiko­zuschlag für unfallträchtige Sportarten wie Motorradfahren, Bergsport, Tauchen und Reiten.

Motorradfahrer sollten nicht die Ost-angler wählen: Sie kürzt bei allen Unfällen beim Motorrad-, Moped- oder ­Rollerfahren die vereinbarte Leistung um 20 Prozent.

Die Ammerländer schließt Versicherungsschutz für Drachenflieger und Personen mit ähnlichen Flughobbys aus.

Andere Versicherer fragen zwar im ­Antrag, ob der Kunde gefährliche Sportarten ausübt. Auf Nachfrage von ­Finanztest gaben die Asstel und die Debeka aber an, dass es für den Kunden keine Folgen hat, wenn er einen riskanten Sport betreibt. Die Debeka behält sich aber bei Versicherungssummen ab 250 000 Euro eine Einzelfallprüfung vor.

Motorrennen nicht versichert

Ausgeschlossen vom Schutz der privaten Unfallversicherung sind alle Unfälle bei Flugsportarten, für die man in Deutschland einen Schein braucht. Ebenfalls nicht versichert sind Unfälle bei Motorrennen – egal ob mit Auto, Motorboot oder Motorrad – und bei den Trainings dafür. In all diesen Fällen sind spezielle Versicherungen nötig. Sie sind oft über den Verein oder über den Wettkampf-veranstalter zu haben.

Tipp: Wenn der Versicherer im Antrag nach Sportarten fragt, antworten Sie wahrheitsgemäß. Wer etwas verschweigt, riskiert seinen Versicherungsschutz.

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