Unfallsicherheit Meldung

Frontaufprall mit 50 km/h: Punto Limousine gegen Punto Cabrio.

Kompakte Cabrios werden immer beliebter. Doch einige bieten beim Unfall zu wenig Sicherheit.

Ohne Dach: Schon mehr als 1,7 Millionen Deutsche sind mit einem Cabrio unterwegs. Doch das Fahren ohne Autodach birgt Gefahren, wie einige Tests zeigten, die die Sachverständigenorganisation Dekra zusammen mit der Schweizer Axa-Winterthur-Versicherung durchführte.

Gefährdete Seite: Weil die Seitentüren der Kompakt-Cabrios länger sind als die von viertürigen Limousinen, werden sie beim Seitenaufprall deutlich stärker eingedrückt. Das kann zu einer höheren Verletzungs­gefahr im Beckenbereich des Fahrers führen. Nach Ansicht der Dekra-Autoexperten können Türverstärkungen mit einer Abstützung an den Türsäulen vorn und hinten zusätzliche Sicherheit bringen.

Sicherer beim Frontaufprall: Damit sich das fehlende Dach nicht negativ auf die Steifigkeit der Karosserie auswirkt, werden Cabrios durch Längs- und Querverstrebungen im Unterboden verstärkt. Das bedeutet ein Plus beim Frontalunfall. Ein offener Fiat Punto wurde im Test weniger stark beschädigt als eine geschlossene Punto-Limousine.

Eingeklemmt beim Heckaufprall: Das stabilere Blechklappdach moderner Cabrio-Coupés zeigt ein neues Problem: Im Kofferraum verstaut, wird es bei einem Auffahrunfall nach vorn in Richtung der Passagiere geschoben und kann sogar in die Fahrgastzelle eindringen. Die Sicherheitsexperten fordern einen festen Verbund von der Zwischenwand und den Überrollbügeln.

Risiko Überschlag: Besonders Insassen von Cabrios ohne Schutzbügel sind beim Überschlag gefährdet. Der Frontscheibenrahmen reicht als Überrollschutz nicht aus, wie der Test mit einem Mazda MX5 zeigte. Vorsicht ist auch bei anderen Cabrios geboten: Die Sitze sollten immer so eingestellt werden, dass der Kopf nicht über den Dachrahmen und die Überrollbügel hinausragt.

Dieser Artikel ist hilfreich. 572 Nutzer finden das hilfreich.