Unfall­schutz für Ehren­amtler Meldung

Freiwil­lige sind nicht nur im Einsatz versichert. Beschäftigt eine Gemeinde freiwil­lige Helfer für notwendige Aufgaben, muss sie die Leute ausreichend versichern – oder dafür gerade­stehen, wenn sie bei ihrem Einsatz zu Schaden kommen. Das hat das Verwaltungs­gericht Gießen entschieden.

Beim Helfen verletzt

Ein Mitglied der Freiwil­ligen Feuerwehr im hessischen Wohratal hatte beim Reno­vieren des Geräte­hauses geholfen. Als der Schlauchturm abge­rissen wurde, verletzte der Helfer sich und war einige Wochen krank­geschrieben.

Kommune muss für Verdienst­ausfall aufkommen

Obwohl der Mann nicht direkt beim Brand- und Katastrophen­schutz einge­setzt war, für den Versicherungs­schutz bestanden hätte, sah das Gericht die Kommune in der Pflicht. Es gehe nicht an, dass eine Gemeinde Geld spare, indem sie unfall­trächtige Arbeiten von Ehren­amtlichen ausführen lasse, eventuelle Schäden aber voll auf die Helfer abwälze. Sie muss daher für die Lohn­fortzahlung oder bei Selbst­ständigen für den Verdienst­ausfall aufkommen (Az. 4 K 2446/15.GI). Die Gemeinde hat Berufung einge­legt.

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