Geschädigte Autofahrer haben ab August 2002 Nachteile, wenn sie den Schaden beim Versicherer des Unfallverursachers fiktiv abrechnen: Statt ihren Wagen in der Werkstatt reparieren zu lassen, lassen sie sich dann von der Versicherung das Bargeld auszahlen.

Gerade Fahrer älterer Wagen wählen nach Blechschäden lieber die bare Entschädigung. Sie beauftragen einen Gutachter, der die voraussichtlichen Reparaturkosten feststellt. Den Betrag plus Gutachterkosten verlangen sie bar vom Versicherer.

Neu ist, dass Geschädigte ab August nach dem neuen Schadenersatzrecht weniger bekommen, weil die Versicherer die enthaltenen 16 Prozent Umsatzsteuer herausrechnen dürfen. So bekommt ein Autofahrer zum Beispiel statt 2 000 Euro Entschädigung nur noch 1 724,14 Euro, also 275,86 Euro weniger.

Tipp: Wer den Schaden zunächst auf Gutachterbasis bei der gegnerischen Versicherung abrechnet und dann doch den Wagen in der Werkstatt reparieren lässt, kann die Erstattung der anfallenden Umsatzsteuer verlangen.

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