Autofahrer, die schuldlos in einen Unfall geraten sind, müssen ihr beschädigtes Fahrzeug nicht zur Reparatur in eine Billigwerkstatt bringen. Der Kfz-Haftpflichtversicherer des Unfallverursachers muss die Rechnung einer Markenwerkstatt übernehmen, entschied das Landgericht Coburg (Az. 32 S 83/07).

Laut Gutachten einer Mercedes-Fachwerkstatt belief sich der Unfallschaden an einem Mercedes Sprinter auf rund 4 000 Euro. Der gegnerische Autohaftpflichtversicherer, die Huk-Coburg, kürzte den Schadenersatz um 580 Euro. Der Autobesitzer solle seinen Wagen in einer vom Versicherer empfohlenen „freien“ Werkstatt mit niedrigeren Stundensätzen reparieren lassen.

Das Gericht verurteilte die Huk-Coburg zum vollen Ersatz der Kosten in der Markenwerkstatt. Wird nämlich ein Auto in einer „frei­en“ Werkstatt repariert, kann das den Wiederverkaufswert mindern.

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