Zieht sich ein Bestatter im Job ein Verhebetrauma zu, so fällt das unter die gesetzliche Unfall­versicherung. (Landes­sozialge­richt Baden-Württem­berg, Az. L 6 U 1695/18). In dem Fall hatte sich ein Bestattungs­helfer beim Anheben einer Leiche ein Verhebetrauma am Ober­arm zugezogen. Dort bildete sich ein Wulst, genannt Muskelbauch. Der Mann war vier Wochen arbeits­unfähig. Die Berufs­genossenschaft erkannte die Verletzung nicht als Arbeits­unfall an, da es keine äußere Kraft­einwirkung gab und der Mann womöglich vorerkrankt war. Das Urteil: Der Muskelbauch ist ein Zeichen für eine Erst­verletzung. Da die Verletzung während einer versicherten Tätig­keit entstand, liegt ein Arbeits­unfall vor.

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