Unfall­kasse Meldung

Oft sind Unfälle während der Rufbereitschaft versichert.

Verletzt sich ein Arbeitnehmer während einer Rufbereitschaft, kann der Unfall unter den Schutz der gesetzlichen Unfall­versicherung fallen. Voraus­setzung ist allerdings, dass die Verletzung aufgrund der Rufbereitschaft passierte, urteilte das Landes­sozialge­richt Nord­rhein-West­falen (Az. L 15 U 547/14 ZVW).

Eine Alten­pflegerin scheiterte vor dem Gericht. Sie hatte während einer Rufbereitschaft auf schnee­glatter Straße ihren Hund ausgeführt, als ihr Dienst­handy klingelte. Während sie das Gespräch annahm, stürzte sie über eine Bord­steinkante und brach sich den Knöchel. Später verlangte sie Leistungen aus der gesetzlichen Unfall­versicherung – sie sei durch die Rufbereitschaft verpflichtet gewesen, sofort ans Handy zu gehen. Das Gericht wies ihre Forderung zurück. Entscheidend war in diesem Fall, dass die Frau anfäng­lich Schnee­glätte als Unfall­ursache genannt hatte. Erst später sagte sie, sie sei durch den Anruf abge­lenkt worden. Zeit­nahe Aussagen wiegen schwerer.

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