Unfall­flucht Meldung

Sucht der Fahrer nach einem Unfall das Weite, kann ihn die eigene Versicherung in Regress nehmen.

Bei Unfall­flucht drohen im Regelfall Führer­schein­entzug und Geld­strafe, meist höchs­tens drei Netto­monats­gehälter. Zusätzlich kann die eigene Kfz-Haft­pflicht­versicherung Ärger machen. Zwar begleicht sie den Schaden des Unfall­gegners. Doch vom Verursacher selbst darf sie Regress fordern. Dann sind mindestens 2 500 Euro fällig, in schweren Fällen 5 000 Euro. Diesen Betrag musste ein Fahrer zahlen, der angab, er habe gar nicht gemerkt, Unfall­beteiligter zu sein. Eine Frau hatte ihn jedoch darauf hingewiesen, dass jemand verletzt wurde.

Das Urteil des Land­gerichts Heidel­berg: Wenn der Fahrer damit rechnen muss, dass Menschen zu Schaden gekommen sind, liegt schwere Unfall­flucht vor (Az. 3 S 26/13). Das Gleiche gilt, wenn der Fahrer nach dem Unfall Spuren verwischt oder falsche Angaben macht (Ober­landes­gericht Celle, Az. 8 U 79/09).

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